[HowTo] Mit Dropbox und TrueCrypt Daten in der Cloud verschlüsseln

by Martin on 27. April 2010

Schon seit längerer Zeit habe ich Dropbox im Einsatz, vor allem um Daten von dem einten Rechner zum anderen zu Transferieren. Es ist in der Zwischenzeit ein unverzichtbares Tool für mich geworden und so habe ich auch vor längerer Zeit auch die 50 GB Option gekauft. Leider unterstützt Dropbox von Haus aus keine Verschlüsselung der Daten. Mit TrueCrypt lässt sich das ganz einfach nachrüsten. Wie das geht, das seht ihr in diesem Howto.



Auf die Idee mit TrueCrypt bin ich durch diesen Beitrag gekommen. Da nicht alle aber mit TrueCrypt vertraut sind, möchte ich euch eine Bebilderte Anleitung anbieten, wo ihr Schritt für Schritt nachvollziehen könnt, wie dies ganz einfach realisiert werden kann.

Voraussetzung für das HowTo ist natürlich ein Dropbox Account und ein installiertes TrueCrypt, welches hier hier bekommt. TrueCrypt gibt es für verschiedene Betriebssysteme, wie Mac, Windows und Linux. Also könnt ihr dieses Howto für jedes Betriebssystem benutzen.

Schritt 1: Container in TrueCrypt erstellen

Um verschlüsselte Daten in der Cloud abzulegen, müsst ihr zuerst in TrueCrypt einen sogenannten Container erstellen. In diesem Container werden dann die Daten abgelegt, welche automatisch verschlüsselt werden. Dazu öffnet ihr TrueCrypt und es erscheint folgendes Dialogfenster:

Klickt nun auf Volumes und dann auf Neues Volume erstellen…:

Es wird nun ein Wizard gestartet, in welchem Ihr Einen verschlüsselten Datei-Container erstellen auswählt:

Mit Weiter gehts zum nächsten Schritt, in welchem die Option Standard TrueCrypt-Volume ausgewählt wird:

Im nächsten Dialogfeld müsst ihr den Pfad angeben, wo ihr den Container speichern wollt. Hier gebt ihr den Pfad zu eurer Dropbox ein. Ihr müsst für den Container noch dem Namen vergeben. Das sieht dann etwa so aus:

Mit Weiter gelangt ihr zu dem Dialogfeld, wo die Verschlüsselung definiert wird. Hier könnt ihr je nach dem Änderungen vornehmen. Ich habe die Standardeinstellungen so belassen:

Nun müsst ihr noch die Grösse des Containers angeben. Die Speichergrösse darf natürlich nicht grösser sein, als der Speicherplatz welcher ihr auf der Dropbox zur Verfügung habt. Also bei der Gratis Version von Dropbox sind dies Maximal 2 GB. Die Angabe des freien Speicherplatzes auf dem Laufwerk könnt ihr ignorieren, da ja nicht diese massgebend ist, sondern der freie Speicherplatz auf eurer Dropbox:

Der Container wird mit einem Passwort geschützt. Dieses sollte möglichst komplex und nicht einfach zu erraten sein, denn wenn jemand das Passwort errät oder weis, hat er Zugriff auf die Daten und genau das wollen wir ja verhindern, das fremde Zugriff auf unsere Daten haben:

Wenn das Passwort zu wenig komplex ist, bekommt ihr folgenden Hinweis, denn ihr explizit bestätigen müsst:

Der Container wird mit einem Dateisystem formatiert, daher ist es wichtig, das ihr im folgenden Dialogfenster die richtige Option auswählt, ob ihr Dateien, welche grösser als 4 GB speichern wollt. Je nach dem wird euch dann ein anderes Dateisystem vorgeschlagen. Wollt ihr also keine Dateien speichern, welche Grösser als 4 GB sind und das wird bei den meisten der Fall sein, dann wählt ihr hier Nein:

Wenn ihr jetzt noch Änderugnen am Dateisystem machen wollt, dann könnt ihr das in dem nächsten Dialogfeld tun. Ich habe mich für NTFS entschieden, mit dem Standardwert für die Cluster. Ihr könnt aber auch grad so gut einfach FAT auswählen, wenn ihr keine grösseren Dateien speichern wollt. Mit dem Klick auf Formatieren wird der Container erstellt und formatiert. Das kann je nach Grösse des Containers etwas dauern:

Ist der Vorgang erfolgreich abgeschlossen, erhaltet ihr eine Bestätigungsmeldung.

Nun ist der Container erstellt und kann benutzt werden. Mit Beenden wird der Wizard beendet:

Dropbox synchronisiert nun den erstellten Container. Das kann je nach Internetverbindung und grösse des Containers eine Weile dauern. In dieser Zeit könnt ihr keine Daten in den Container speichern, da dieser noch gesperrt ist.

Schritt 2: Container als Laufwerk einbinden

Damit ihr einfach Daten in den Container speichern könnt, kann dieser als Laufwerk sichtbar gemacht werden. So ist es Möglich, Dateien einfach in auf dieses Laufwerk zu ziehen, diese werden dann automatisch Verschlüsselt. Dropbox synchronisiert nur die geänderten Dateien in dem Container, damit das aber passiert, müsst ihr aber in den Einstellungen in TrueCrypt folgende Option aktivieren:

Diese Option verhindert, das bei Änderungen immer der ganze Container synchronisiert wird. Was unter Umständen sehr viel Wartezeit ersparen kann und bei grösseren Containern wäre dies nicht praktikabel, mehrere Stunden zu warten.

Um den Container nun als Laufwerk sichtbar zu machen, müsst ihr im Hauptfenster von TrueCrypt auf dem Button Datei klicken und dann den Container auswählen:

Mit einem Klick auf dem Button Einbinden wird der Container als Laufwerk sichtbar gemacht, wenn ihr das Passwort eingegeben habt.

Auf jedem Rechner, welcher ihr benutzt und Zugriff auf die Daten haben wollt, müsst ihr natürlich Dropbox und TrueCrypt installiert haben. Dabei spielt es keine Rolle, welches Betriebssystem ihr nutzt, es muss einfach von Dropbox und TrueCrpyt unterstützt werden. So habt ihr immer und überall Zugriff auf die verschlüsselten Daten. Leider funktioniert dies momentan über das Webfrontend noch nicht. Dort seht ihr dann nur noch den Container, könnt ihn aber nicht öffnen und bearbeiten.

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{ 12 comments… read them below or add one }

1 20min.ch - Digital April 27, 2010 um 09:28

RT @martinfelder: Neu auf tippsblog.ch: [HowTo] Mit Dropbox und TrueCrypt Daten in der Cloud verschüsseln http://kurzr.ch/2K

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2 Philip Büchler April 27, 2010 um 12:05

RT @martinfelder: Neu auf tippsblog.ch: [HowTo] Mit Dropbox und TrueCrypt Daten in der Cloud verschüsseln http://kurzr.ch/2K

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3 Mauro Sutter April 27, 2010 um 12:14

RT @martinfelder: Neu auf tippsblog.ch: [HowTo] Mit Dropbox und TrueCrypt Daten in der Cloud verschüsseln http://kurzr.ch/2K

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4 Hans Mai 6, 2010 um 18:03

Hatte das so vor rund 3 Monaten auch eingerichtet. Habe aber wieder damit gestoppt, war bei mir etwas langsam und umständlich! Wie ist bei dir die Geschwindigkeit?

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5 Carsten Mai 10, 2010 um 16:19

Danke für das HowTo. Was ich allerdings nicht verstehe, wenn die Option mit dem Zeitstempel aktiviert ist dürfte doch genau das Gegenteil passieren???

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6 Hagata Februar 20, 2011 um 05:16

Carsten, Sie haben natürlich Recht, steht so auch im verlinkten Originalartikel!

Verstehe nicht wie dem Autor dieser Fehler unterlaufen konnte. Zudem gibt es im Zusammenhang mit Dropbox noch viel mehr zu beachten, was hier nicht erwähnt wurde. Das heißt der Artikel ist m.M. nicht ausreichend und ich frage mich ob der Autor dieses System überhaupt wirklich täglich in der Praxis einsetzt.

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7 m@rtin Februar 20, 2011 um 09:40

bevor ihr motzt, solltet ihr einfach mal überlegen… wenn das datum des containers geändert wird, dann wird der ganze container wieder synchronisiert. es genügt, wenn nur der inhalt des containers das datum ändert. vielleicht einfach mal das hirn einschalten, bevor ihr hier motzt.

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8 Dropper März 2, 2011 um 22:19

Hallo Martin,

ich bin grade dabei ein deutsches Dropbox-Forum aufzubauen. Ich würde gerne diese gute How-To mit ins Forum übernehmen. Natürlich mit Hinweis auf die Quelle. Hättest du etwas dagegen?

Gruß

Mirco

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9 m@rtin März 2, 2011 um 22:24

hallo mirco,

du kannst das howto so übernehmen, aber wie du gesagt hast, bitte mit verweis auf meinem blog.

gruss
martin

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10 Manfred März 4, 2011 um 00:23

Moin moin und hallo!

Danke für den interessanten und wirklich brauchbaren Beitrag. Ich setze Dropbox bereits seit einigen Jahren störungsfrei ein. Ich habe Ubuntu-Linux Rechner, Windows PCs (XP-Vista-7) und iPad synchronisiert. Bevor ich mich nun daran mache, die Dropbox per Truecrypt zu verschlüsseln würde mich interesseren, ob dann der Zugriff via iPad noch möglich ist. Eine entsprechende App habe ich noch nicht entdecken können. Über einen hilfreichen Tipp würde ich mich wirklich freuen. Vielen Dank im Voraus.

Manfred

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11 sms marketing Mai 15, 2011 um 08:18

well i must says this “Thanks. An impatient reader. Your previous book, ‘Agile Software Development – Principles, Patterns, and Practices’ is, in my humble opinion, one of the best development books (there are Kent Beck”

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12 Thomas Schewe Juni 12, 2011 um 18:00

Die Lösung aus Dropbox & TrueCrypt läuft nur solange gut, wie man den TrueCrypt-Container immer nur auf einem Rechner offen hat.

Aber so nutze ich die Dropbox nicht. Wenn ein zweiter Rechner ins Spiel kommt, kann es ganz schnell lustig werden…

-> http://thoschworks.de/blog/?p=854

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