Nach gut Rund 4350 Tweets und 315 Follower habe ich mich entschieden, Twitter Bye Bye zu sagen. Es gibt verschiedene Gründe, die mich dazu bewogen haben. Zum einten ist es die Zeit, die man aufwenden muss, um ein wenig dazu zu gehören. Vor allem zu den Twitter Promis von Bern, wo diverse Twitterer angehören. Ich versuchte über Twitter Leute zu finden, um meine Hobbys teilen zu können und um nette Gespräche zu führen. Da mir aber oftmals einfach die Zeit dazu gefehlt hat, an diversen Veranstaltungen wie #sslpt teilzunehmen, ist man einfach nicht “dabei”. So ist das Interesse an meiner Person auch nicht besonders gross gewesen.
Andererseits habe ich diverse Versuche gestartet, mich mit diversen Personen im Real Life zu treffen und so den Kontakt über Twitter in das wirkliche Leben zu “überführen”. Dabei spielte es mir keine Rolle, ob das nun Frauen oder Männer sind, denn ein Ziel ausser sich nett zu Unterhalten und sich auszutauschen und vielleicht mal etwas zu Unternehmen, hatte ich nicht. Bei einer bestimmten Person, sie wird sich angesprochen fühlen wenn Sie das liest, musste ich mich sogar fast rechtfertigen, das ich ein Mann bin. Wäre ich Homosexuell gewesen, wäre es kein Thema gewesen, aber als Hetero Mann wollte Sie mich bisher nicht treffen. Für so etwas finde ich einfach keine Worte…
Ich möchte aber dennen danken, mit denne ich mich via Twitter angeregt unterhalten konnte und wer weiterhin mir mir in Kontakt sein möchte, der hat glaube ich genug Möglichkeiten, siehe in der Sidebar.
Schlussendlich lässt sich sagen, das ich Twitter nicht brauche und Twitter mich nicht. Ich lebe lieber im Real Life und investiere die Zeit in meine Real Life Freundschaften.
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So gesehen hast du recht. Twitter ist Zeitverschwendung..aber mit irgendwas muss ich ja meinen Tag füllen
Auch wenn ich aus Twitter keinen Mehrwert erzielen kann ^^ Wobei ich da auch schon ein paar nette Kontakte knüpfen konnte…leider hat das bei mir im RL aufgrund von Zeitmangel auch nicht geklappt…
@mkellenberger
Ich konnte für mich schon einen gewissen nutzen aus Twitter ziehen, man hat interessante Links bekommen und auch ab und zu gabs eine Interessante “Diskussion”, jedoch ist mir einfach die Zeit dafür zu schade. Ich bin nicht ein Typ, der “nur” via Twitter mit Personen kommunizieren möchte, sondern auch im Real Life. Gerade wenn man die gleichen Hobbys hat, wie z.B. fotografieren. Das habe ich versucht, vergeblich.
Normalerweise fülle ich einen Tag eigentlich mit Arbeit
Mir macht Twitter bis jetzt einfach Spass – gerade die Flüchtigkeit, mit der man einen Gedanken hier und einen Link da absetzen kann. Auch hier gibts natürlich jede Menge Nerver, die jeden gedanklichen Pups für genial halten und mit der Twitterwelt teilen wollen. Und diejenigen, die ihre Followersuche wahnsinnig interessant und relevant finden. Aber was solls. Einige gibt’s auch, die finde ich witzig und die werde ich irgendwann – vielleicht nach der Pensionierung? – mal treffen.
Ich habe übrigens bis vor ca. einem Jahr versucht, hier in Solothurn Xing-Treffen zu organisieren, aber das war derart zäh… Ein Jahr lang trafen sich dort immer die gleichen 4-5 Leute. Damit ist für mich die Absicht, das virtuelle ins reale Leben übertragen zu wollen, erstmal in den Hintergrund gerückt…
Also ich weiss nicht. Es ist doch alles eine Frage der Erwartungshaltung. Twitter ist für mich in erster Linie ein Newskanal auf verschiedenen Ebenen – hard facts auf der einen Seite, Empfehlungen und Beobachtungen von Usern, denen ich folge, auf der anderen. Ich habe im Vergleich zu Dir um einiges weniger auf twitter.com abgesondert (aktuell irgendwas gegen 1500 Tweets glaube ich) und infolgedessen wohl auch weniger Zeit investiert. Zugehörig fühle ich mich eigentlich trotzdem, zumindest im lokalen Netzwerk, ein wenig auch im nationalen. Treffen mit anderen sind meist zwanglos, manchmal auch zufällig entstanden und ich fand es völlig ok so. Am #sslpt war ich übrigens auch nicht.
Letztlich passen verschiedene Konzepte zu verschiedenen Bedürfnissen: Ich mag Twitter, manche mögen Facebook (ich zum Beispiel nicht) und andere schreiben lieber Briefe oder telefonieren* – ist doch wunderbar. Ich finde halt einfach, dass man auch nicht gleich ein Fass aufmachen muss, wenn einem etwas nicht zusagt. Wir haben ja alle die Wahl, womit wir uns beschäftigen wollen.
* Darüber, dass all dies persönliche Kontakte nicht substituiert, diskutiere ich an dieser Stelle mal gar nicht: Ich finde es nämlich recht bemühend, dass einem stets unterstellt wird, man habe wohl kein reales Leben, wenn man sich online unterhält.
@karin
es geht hier nicht darum, twitter und die idee in fragen zu stellen, sondern es geht mir vielmehr darum, die zeit welche man investieren muss. ich möchte hier keine namen nennen, jedoch wenn ich mich so erinnere, wen nich mich mal unter dem tag auf twitter eingeloggt habe, ist schon der eindruck enstanden, das es user gibt, welche vollzeit twitterer sind. schon die anzahl der tweets spricht für sich. ich betone hier, das für mich den eindruck entstanden ist und das keineswegs der warheit entsprechen muss!
ich mag twitter grundsätzlich auch, denn es gibt viele interessante personen und interessante tweets. ich musste aber für mich erkennen, das genau dieser punkt auch ein stressfaktor war für mich. ich habe mich ertappt, das ich mehr zeit online und in twitter verbracht habe, als im RL. das möchte ich definitiv nicht und so versuchte ich, die kontakte in das RL zu “überführen”, was mir leider nicht gelungen ist. ich habe versucht, mich mit interessanten leuten zu unterhalten, nicht mehr und nicht weniger. solche aussagen dann, wie wenn ich homosexuell wäre, wäre es kein problem eine bestimmte person, eine weibliche person, zu treffen, dafür finde ich einfach keine worte. ich fand einfach die person interessant, mit dem was sie tut und was sie macht, nicht mehr und nicht weniger und ausser ein interessantes gespräch suche ich über twitter sowieso nicht.
@martin
Ja, das hatte ich schon verstanden, ich habe darauf auch Bezug genommen – auf den Zeitfaktor. Offenbar ist das eben ein Kernpunkt, in dem wir uns nicht einig sind. Ich finde nicht, dass Twitter einen hohen Zeitaufwand generieren muss. Ja, ich poste manchmal auch tagsüber – mein Twittertool läuft über die Fusszeile meines Browsers und je nach Tagesablauf bin ich mehr oder weniger (oder gar nicht) präsent. Dabei verspüre ich ehrlich gesagt keinen Druck, mich in einer gewissen Mindestfrequenz mitzuteilen, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Ich bin seit April 2007 dabei und komme mit einer vergleichsweise geringen Anzahl an Tweets vollkommen auf meine Kosten. Deshalb schrieb ich: Eine Frage der Erwartungshaltung (an andere und an sich selber). Wenn was nicht passt oder stresst: so what? Dann lässt man es eben einfach sein.
Zu dieser Frauen und Männer-Sache, die Dich so getroffen hat, kann ich nichts sagen und letztlich geht es mich ja auch nichts an. Vielleicht ist da das Medium auch einfach zu begrenzt: In 140 Zeichen muss man sich kurz genug halten, um sich unter Umständen missverständlich auszudrücken. Das gilt für alle Beteiligten. Und da ich keine Beteiligte bin, nehme ich dazu nicht weiter Stellung.
Und last, but not least: Das Schöne ist doch, dass wir uns nicht zwingend einig sein müssen. Ich nutze die Kommentarfunktion in Deinem Blog, um meine Meinung zum Thema mit Dir zu teilen. Das mindert nicht den Wert der Deinen.
@karin
nun, es freut mich natürlich, das du deine meinung in form der kommentare auf meinem blog teilst und es ist auch nicht das ziel, das alle gleicher meinung sein müssen. erst die tatsache, das nicht alle derselben meinung sind, macht es doch erst richtig interessant. der blog lebt von verschiedenen meinungen.
nun, ich kann nach ein paar tagen ohne twitter für mich sagen, das es sich für mich gelohnt hat, mich davon zu lösen. andererseits vermisse ich schon ein wenig die interessanten tweets und auch interessanten links, die getweetet werden. vieles konnte ich von twitter an news für mich herauspicken. ich glaube mitlerweile, das ich die sache etwas falsch angegangen bin. ich bin mir sogar am überlegen, ob ich wieder mit twittern anfange und das ganze einfach lockerer sehen sollte.
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