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spectraWeb: Meine Erinnerungen an die Anfänge meiner "Internetkarriere"

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Die Wayback Machine ist schon eine tolle Sache, da kommen manche Erinnerungen wieder hoch, was man alles im Internet erlebt hat.

Heute habe ich nach meinem ersten Internetprovider gesucht, das war im 1997 der Provider spectraWeb, welches später von Sunrise übernommen wurde. Damals hatte ich ein US Robotics 56K Modem, welches ich an meinem Intel 486 DX-50 mit 32 MB RAM und 1GB HD (!!) mit Windows for Workgroups 3.11 angeschlossen hatte und mit dem Netscape Navigator machte ich das Internet unsicher. Damals musste man je nach Standort noch einen Bestimmten Einwahlpunkt auswählen und für ISDN und Analog gab es verschiedene Einwahlnummern. Ich löste damals das spectraWEB light Abo, merkte aber schnell, das dies nicht reichen würde.

Damals brauchte man noch sehr viel Geduld, da die Daten nur sehr langsam durch die Telefonleitungen tröpfelten. Der grösste Nachteil war klar, das die Telefonleitung immer besetzt war, ISDN mit mehreren Leitungen konnten wir uns nicht leisten. Meine Mutter hatte an diesem Umstand gar keine Freude.

Anfangs fand ich am Chatten sehr gefallen und habe auch damals sehr viele Leute real getroffen. Ich war vor allem im SF DRS Chat und im Swisstalk anzutreffen. Heute gibt’s den SF DRS Chat nicht mehr und im Swisstalk bin ich schon länger nicht mehr anzutreffen. Damals waren Verbinungsabbrüche und besetzte Leitungen an der Tagesordnung, vor allem Abends war es schlimm. Ich darf gar nicht mehr daran denken, wie hoch die Telefonrechnungen damals ende Monat ausgefallen sind. Damals bezahlte man ein halbes Vermögen für die Verbindungen. Telefonrechnungen über 1000 Fr. waren damals bei mir nicht selten, was meine Eltern damals gar nicht lustig fanden.

Später wechselte ich dann zu Datacomm und dann zu Bluewin, das damals noch the blue window hies. Ich weis noch gut, als im Internet kursierte, das der Inhaber von Datacomm mit der Mafia in Italien Kontakt hatte, da dieser Italiener war. Es wurde dann auch der Server von Datacomm gehackt und Benutzerdaten wurden gestohlen. Auch war ich ab und zu im Datacomm Center in Basel anzutreffen, da es dort eine schnellere Verbindung gab, als zu Hause. Das  war praktisch, das meine damalige Freundin aus Basel kam.

Irgendwie waren die Zeiten einfach toll. Wer jetzt auch etwas Wehmütig geworden ist, der kann sich auf dem 56K Modem Emulator nochmals etwas das Feeling aufkommen lassen.

Erzähl doch in den Kommentaren auch von deinen Anfängen im Internet!

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Autor: Martin

Hallo :-) Ich heisse Martin und der Inhaber von tippsblog.ch. Beruflich arbeite ich als Systemadministrator und interessiere mich auch in meiner Freizeit für Informatik und Fotografie.

2 Kommentare

  1. Pingback: Martin Felder

  2. Heey ;)

    Was ich von dieser Zeit vermisse…. ein PC zu Hacken war damals noch ein Kinderspiel. Ich hatte damals noch ein Backdoor Prog runtergeladen (Seven*irgendwas* oder so war der Name).
    Auch wenn es langsam war, waren wir doch schnell auf dem PC des Kollegen;) Und konnten da unsere Spielchen spielen.
    Was auch ganz Witzig war E-Mail/ SMS Bomben so schnell 20’000 Nachrichten verschicken … köstlich ……. :D

    Was ich auch vermisse ist der Einwahlton des Modems :)
    Ich brauch umbedingt ein Plugin für meine LAN Verbindung um dies nachzumachen :)

    56K Modem Emulator! Ist ja mal ganz was feines …. hahahaha

    Was ich nicht vermisse und meine Eltern sicherlich auch nicht … sind die Telefonkosten um die 1000Fr. ich weis noch wie ich einmal meinen Eltern erklähren musste wie eine 0190 Nummer auf die Rechnung kommen kann ..lol :D

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