Swisscom erweitert DSL Angebot

by Martin on 5. Mai 2008

Dem Bedürfnis nach schnelleren Internetzugängen ist ungebrochen und daher erweitert Swisscom seine DSL Angebote. Konkret wird das 3500/300 kBit/s auf 5000/500 kBit/s erhöht.

Ausserdem hat Swisscom ein neues Einsteiger DSL Angebot lanciert,  das 1000/100 kBit/s bietet.

Die Preisstruktur sieht dann neu so aus:

Dial Up DSL basic ??? DSL extra DSL max
Download 56-64 Kbit/s 300 kBit/s 1000 kBit/s 5000 kBit/s 20’000 kBit/s
Upload 56-64 Kbit/s 100 kBit/s 100 kBit/s 3500 kBit/s 8000 kBit/s
Preis pro Monat CHF 0.- CHF 9.- ??? CHF 49.- CH 69.-

Was unklar bleibt ist, wie das neue Angebot 1000/100 kBit/s Angebot heissen wird und auch kosten wird. Auch ob es bei dem 20’000/8000 kBit/s zu einer Preissenkungen kommen wird oder nicht, steht nicht in der Pressmitteilung.

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1 theddy Mai 6, 2008 um 08:50

Ja schön – aber bei der Versorgung von Randgebieten gehts offenbar nicht vorwärts. Ich kenne Leute aus 3 verschiedenen Dörfern (ca. 800 bis 1000 Einwohner) in unterschiedlichen Kantonen, die noch heute kein DSL oder nur ganz lahmes (600/100) bekommen.

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2 m@rtin Mai 6, 2008 um 18:22

@teddy
das problem lässt sich teilweise halt nicht vermeiden, da gerade in den ländlichen gebieten die benutzer recht weit von der nächsten zentrale weg wohnen. ich denke aber, das mit dem neuen angebot diese kunden, welche eine niedriegere bandbreite zur verfügung haben, fairer behandelt werden, als bisher.

eine alternative wäre cablecom, aber da ist das problem, wenn der kunde eine ältere hausinstallation hat, dies auch zu sehr grossen problemen führen kann und eine installation sogar verunmöglicht, ohne das die ganze verkabelung ersetzt wird. so war es auch bei mir.

leider ist in der pressemitteilung nicht erwähnt, wieviel das neue angebot kostet und genau das ist der springende punkt.

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3 theddy Mai 6, 2008 um 20:04

Ja, diese Ausrede “es geht halt leider technisch nicht” hören die Leute seit Jahren. Statt den ständigen Breitbanderhöhungen wäre es über all die Jahre wohl längst möglich gewesen, Dörfer mit 800 bis 1000 Einwohner zu erschliessen.

Cablecom steht natürlich längst nicht überall aus Ausweichmöglichkeit zur Verfügung – DSL der Swisscom stellt immer noch ein Monopol dar. Die anderen DSL Anbieter sind ja auf die Infrastruktur der Swisscom angewiesen.

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4 m@rtin Mai 6, 2008 um 21:12

wieso soll das eine ausrede sein? es ist eine tatsache, swisscom hat ihr monopol auf dem telefonnetz. cablecom hat ihr monopol auf dem kabelnetz mit dem tv und mit dem internetzugang und die gesammte geschäftspolitik von sender auf den analogen netz abschalten und auf dem digitalen, verschlüsselt anbeiten und nur über eine settopbox nur von cablecom empfangbar machen, das ist kein ausnutzen eines monopols?

wenn cablecom etwas clever wäre, würde sie genau diese kunden erschliessen, welche kein DSL von swisscom bekommen können, aber es scheint so, das sich diese investition für die cablecom nicht lohnt und darum wird es nicht gemacht!

wenn du hier mit monpol argumentierst, dann ist cablecom kein deut besser, vielleicht sogar schlimmer, weil sie teilweise so weit geht, das sender einfach nicht mehr ausgestrahlt werden, wenn es cablecom nicht will.

wenn du dich mal nicht täuscht: auch wenn die swisscom das monopol auf der letzten meile nicht mehr hätte, glaube ich kaum, das sich die situation für die ländlichen gebiete betreffend DSL ändern würde. ich gehe nicht davon aus, das andere anbieter diese gebiete einfach so erschliessen würden und das geld dafür einfach so aufbringen würden. schlussendlich muss es sich auch lohnen. ausserdem fehlen den anderen anbietern das knowhow und die erfahrung.

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5 theddy Mai 6, 2008 um 21:26

Nun, mit Telefonkabel sind diese Landkunden ja schon erschlossen. Man müsste nur von der nächsten Zentrale ins Dorf eine neue Leitung legen und von dort eine Verteilung des Signals aufschalten. Aber das scheint offenbar nicht drin zu liegen – die Kunden werden ständig vertröstet – und bekommen als Hammer immer wieder Werbung für DSL ins Haus geliefert. Dass sich da Leute mehr als ärgern, kann ich gut verstehen.

Mir ist schon klar, dass beim Fall der letzten Meile die Situation nicht viel besser würde. Aber um zum Thema zurückzukommen: Nicht nur die deplazierte Werbung, auch die immer wieder erhöhten Raten ist für diese potentiellen Kunden einfach nur ärgerlich.

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6 m@rtin Mai 6, 2008 um 21:45

alleine eine neue leitung würde das problem vielleicht nicht beheben. je länger die leitung ist, desto schwächer wird das signal. darum ist auch VDSL nur für die kunden verfügbar, die wirklich sehr nahe an der zentrale leben. das ist aber natürlich situationsbedingt. jede situation ist anders und ich kann das von hier aus nicht einschätzen.

klar, es ist ärgerlich, wenn man werbung für etwas bekommt, das man nicht bekommen kann. das ist aber in anderen bereichen auch so und es kommt darauf an, wie man damit umgeht.

es ist auch nicht einfach: die kunden, welche VDSL oder DSL bekommen, wollen immer eine schnellere leitung zu einem billigeren preis, weil auch die bedürfnisse nach schnelleren leitungen grösser wird. grund dafür sind auch die dienste, welche im internet angeboten werden. auch steht die swisscom unter ständigem druck der reseller, welche erwarten, das diese dienste zuverlässig funktionieren respektive auch die produkte weiter entwickelt werden.

man sollte die situation mal mit anderen ländern vergleichen, beispiel deutschland. dort ist die situation um ein vielfaches verschärfter. was nicht gerade an einer grösseren stadt angegliedert ist, muss damit rechnen, gar kein DSL zu bekommen.

auch kann ich mir vorstellen, das hinsichtlich der öffnung der letzten meile die swisscom auch nicht mehr bereit ist, grössere investitionen zu tätigen. das geld sitzt auch nicht mehr so locker, wie auch schon, im fixnet geschäft verdient man heute praktisch nichts mehr.

ich bin auf jedenfall gespannt, wenn die letzte meile geöffnet ist, ob dann die anbeiter, die dann die möglichkeit hätten, diese gebiete zu versorgen, es auch machen werden. sie können dann das umsetzen, was sie an der swisscom jahrelang kritisiert haben.

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7 theddy Mai 7, 2008 um 10:15

Ich kann auch mit “anderen Ländern” vergleichen. Ich war vor 2 Jahren in Norwegen (im Norden und Süden) und war hoch erstaunt, wie immer wieder Häuser und Weiler, die völlig abgelegen liegen, Internet via DSL hatten – und zwar mit Bandbreite von 3500/300 und mehr. Und nach einem Blitzschlag in der Nähe ging nichts mehr – am anderen Tag kam per Post schon der neue Modem/Router.

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8 m@rtin Mai 7, 2008 um 10:22

ich habe nicht gesagt, das es in der schweiz optimal ist. verbesserungspotential gibt es sicherlich auch bei swisscom und den anderen anbietern.

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9 theddy Mai 7, 2008 um 11:04

Das ist ja gerade, was ich meine. Das “Verbesserungspotential” sollte sich aber eben nicht nur im Schrauben an der Bandbreite beschränken, sondern auch die Erschliessung von neuen Anschlüssen, die mehr als 5km von der Zentrale liegen. Immerhin gibt es ja heute, dass zur Grundversorgung Breitband gehört. Leider hat der Gesetzgeber aber nicht genau definiert, welche Rate zu dieser “Grundversorgung” gehört.

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10 m@rtin Mai 7, 2008 um 11:28

es ist sehr wohl definiert:

Die Anschlüsse, die bereits heute durch die Grundversorgung garantiert sind, werden durch einen neuen Anschlusstyp für den Internetzugang mit einer Mindestübertragungsrate von 600/100 kbit/s ergänzt. Eine Preisobergrenze von 69 Franken (exkl. MWSt) wurde für diesen Dienst festgelegt, zu dem nicht nur die Breitband-Zugangsverbindung, sondern auch ein Sprachkanal, eine Telefonnummer und ein Eintrag im öffentlichen Telefonverzeichnis gehören. Ob die Preisobergrenze angemessen ist, wird 2010 überprüft werden. Auf diese Weise sollen die rasche Entwicklung des Breitbandmarktes und die Möglichkeit eines Preisrückgangs berücksichtigt werden.

quelle: bakom

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11 billy Mai 14, 2008 um 08:41

hallo,

find ich ja schön und gut, aber auf swisscom steht nix von adsl 5000 für 49.-
haste eventuel noch ne ahnung wann sie vorhaben das ganze zu lancieren?

gruss billy

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12 m@rtin Mai 14, 2008 um 08:54

@billy
ja, die preisstruktur, welche ich auf meinem blog veröffentlicht habe, ist diese, wie sie nach der änderung, welche laut pressemitteilung anfangs august, sein wird. darum findest du auf der seite von swisscom nichts :-)

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13 billy Mai 14, 2008 um 16:31

hmm… oke.. ich war bisher bluewin kunde, da aber bluewin ja von swisscom aufgekauft wurde und ich momentan ne 3500 leitung habe und dafür 49.- pro monat zahle, bedeutet das, das ich ab anfangs august mit ner 5000 leitung unterwegs bin… ohne was mehr zu zahlen, oder?
oder sehe ich da was falsch?

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14 m@rtin Mai 14, 2008 um 16:37

@billy
naja, bluewin wurde nicht von swisscom aufgekauft, bluewin gehörte anfangs vor der lieberalisierung immer schon swisscom. bluewin wurde dann eine AG, aber hauptaktionär war immer swisscom. swisscom hat jetzt nur wieder der rest der aktien gekauft.

ja, das bedeutet, das du für das gleiche geld, eine schneller leitung bekommen wirst.

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