HowTo: Der richtige ReadyBoost USB Stick

by m@rtin on 20. Februar 2008

ReadyBoost Die neue Funktion unter Windows Vista, ReadyBoost, ist eigentlich eine gute Sache. Gerade bei Rechnern wie Notebooks, welche nicht über viel RAM (Arbeitspeicher) verfügen, kann ReadyBoost das System beschleunigen.

Viele Hersteller von USB Sticks zieren Ihre Produkte gerne mit dem ReadyBoost Logo. Jedoch noch lange ist nicht jeder USB Stick mit dem ReadyBoost Logo auch wirklich ReadyBoost tauglich, wie dies Microsoft vorschreibt. Vor allem die Lese- und Schreibgeschwindigkeit des USB Sticks ist sehr wichtig.

Geschwindigkeitsempfehlungen von Microsoft

Mindestvoraussetzungen:
2,5 MB/s random 4K reads und 1,75 MB/s random 512K writes über die gesamte Grösse

Enhanced for ReadyBoost:
5 MB/s random 4K reads und 3 MB/s for random 512K writes über die gesamte Grösse

Eine zuverlässige Methode um die Geschwindigkeit und somit die Tauglichkeit für ReadyBoost eines USB Sticks zu testen, gibt’s direkt in Windows Vista. Man muss nur eine Eingabeaufforderung mit Administratorenrechten Starten und folgendes eingeben:

Random 4K reads:
winsat.exe disk –read –ran –ransize 4096 –drive E

Random 512K writes:
winsat.exe disk –write –ran –ransize 524288 –drive E

Wobei -drive E das Laufwerk des USB Sticks angibt.

Ein Resultat kann dann so aussehen:

C:\>winsat.exe disk –read –ran –ransize 4096 –drive H
Windows-Systembewertungstool
> Wird ausgeführt: Funktionsaufzählung v1.0.0.0 ”
> Laufzeit 00:00:03.09
> Wird ausgeführt: Speicherleistungsbewertung mittels Profilerstellung v1.0.0.0
‘–read –ran –ransize 4096 –drive H’
> Laufzeit 00:00:36.44
> Datenträgerleistung 5.71 MB/s
> Gesamtausführungszeit 00:00:40.70

Windows-Systembewertungstool
> Wird ausgeführt: Funktionsaufzählung v1.0.0.0 ”
> Laufzeit 00:00:01.22
> Wird ausgeführt: Speicherleistungsbewertung mittels Profilerstellung v1.0.0.0
‘–write –ran –ransize 524288 –drive H’
> Laufzeit 00:05:07.84
> Datenträgerleistung 4.00 MB/s
> Gesamtausführungszeit 00:05:10.10

Irtümmer betreffend ReadyBoost

Oftmals werden im Handel USB Sticks für ReadyBoost mit einer Speichergrösse mehr als 4 GB angeboten, diese kann man getrost vergessen, da ReadyBoost nur maximal 4GB verwenden kann. Auch immer wieder hört man das Gerücht, das ReadyBoost den Arbeitsspeicher erweitert, das ist ein grober Irtum. Windows Vista benutzt ReadyBoost dazu, häufig verwendete Speicherseiten auf den USB Stick zu Puffern. Dazu werden nur die Speicherseiten die häufig benutzt werden auf den Flashspeicher geschrieben und nicht die ganze Auslagerungsdatei. Durch die niedrigeren Latenzzeiten von Flashspeicher gegenüber Festplatten, kann durchaus eine Leistungssteigerung erfolgen. Gerade bei Applikationen, die Regelmässig benutzt werden.

Danke an Neri für den Hinweis, das die Eingabeaufforderung als Administrator gestartet werden muss!


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1 Neri Mai 24, 2008 um 16:40

Fantastischer Tip – nur leider wird bei mir das separat öffnende Fenster automatisch wieer geschlossen, noch bevor ich Ergebnisse ablesen könnte. Vorschlag zur Abhilfe? :/

Antworten

2 m@rtin Mai 25, 2008 um 11:02

@Neri
ja, du musst am besten über start -> ausführen -> cmd eingeben und dann öffnet sich die eingabeaufforderung. dann kannst du die befehle nochmals eingeben.

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3 Neri Mai 25, 2008 um 14:19

WICHTIG, bei der ganzen Sache ist es aber, wie ich zwischenzeitlih herausgefunden habe, die cmd.exe als Administrator aufzurufen. Andernfalls öffnet sich die winsat.exe nämlich in einem seperaten Fenster und schließt sich auch gleich wieder, bevor man einen Blick auf die Ergebnisse erhaschen konnte ;)
Vielleicht erweiterst Du Deinen Artikel noch um diese Info…

LG, Neri

Antworten

4 m@rtin Mai 27, 2008 um 21:37

@Neri
danke dir für den hinweis, ich habe den beitrag um diese info von dir erweitert und am schluss noch eine kleines dankeschön geschrieben.
lg
m@rtin

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5 Neri Mai 27, 2008 um 22:24

Ach Gott *rotwerd* – das wär doch nich nötig gewesen ;)

LG, Neri

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